rrichtung einer Bioabfallvergärungsanlage in Düsseldorf

usschuss für öffentliche Einrichtungen, Stadtökologie, Abfallmanagement und Bevölkerungsschutz
Ausschuss für öffentliche Einrichtungen

Anfrage der Ratsfraktion Die Linke. Düsseldorf zur Sitzung des AÖE am 26.02.2024 (AÖE/010/2024):

In schriftlicher Beantwortung einer Nachfrage von Herrn Droste erläuterte der
Herr Beigeordnete Kral den Ausschussmitgliedern am 01.12.2023, dass durch
die Entsorgung von Bioabfällen aus Düsseldorf in einer Biovergärungsanlage in
Erftstadt pro Jahr netto 300 Tonnen CO2 eingespart werden können, obwohl
dafür 3.850 Tonnen Müll 75 Kilometer weit transportiert werden müssen.

Laut Darstellung der Stadt reduziert sich die Effizienz der Entsorgung durch den
Transport aber erheblich: Der zusätzlichen CO2-Ersparnis durch die Nutzung der
Vergärungsanlage in Höhe von 70 kg pro Tonne Bioabfall steht die Emission von
16,7 kg CO2 pro Tonne Bioabfall gegenüber; ein Effizienzverlust von 23,8 %.

DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:

  1. Wie viel CO2 könnte pro Jahr zusätzlich eingespart werden, wenn der Bioabfall in einer Vergärungsanlage im Stadtgebiet behandelt werden könnte?
     
  2. Wie hoch wären die Kosten für die Errichtung einer solchen Anlage im Stadtgebiet ?
     
  3. Gibt es seitens der Verwaltung Überlegungen, Transportwege zu reduzieren, indem eine Vergärungsanlage im Stadtgebiet oder im unmittelbaren Umland betrieben wird; wenn nein, weshalb nicht?


Mit freundlichen Grüßen
Sigrid Lehmann                           Olaf Nordsieck
 

Antwort der Verwaltung durch den Beigeordneten Kral:

Antwort zu Frage 1:
Die Information der Verwaltung vom 1.12.2023 an die Fraktionen stellte dar, dass
unter den dort genannten Annahmen eine Vergärung der Bioabfälle der
Landeshauptstadt Düsseldorf in Erftstadt eine CO2-Einsparung von rund 300.000
kg/Jahr ergibt.

Eine Anlage im Stadtgebiet würde, durch die Reduzierung der Fahrstrecke, zu einer
weiteren Einsparung von maximal 64.000 kg CO2/Jahr durch wegfallende LKW-
Fahrten nach Erftstadt führen.

Antwort zu Frage 2:
Eine Kostenschätzung kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgegeben werden.

Antwort zu Frage 3:
Der Betreiber der Kompostierungsanlage der KDM in Ratingen-Lintort hat im Rahmen
des Vergabeverfahrens darauf hingewiesen, an einer Erweiterung der Anlage um eine
Vergärungsstufe interessiert zu sein. Planung, Genehmigungsverfahren, Bau und
Inbetriebnahme würden allerdings einige Jahre in Anspruch nehmen.

Die Verwaltung steht dazu in regelmäßigem Kontakt mit dem Anlagenbetreiber.