Wohnungsbau ankurbeln: 20 Millionen Euro pro Jahr für den Ankauf von Grundstücken für den städtischen Wohnungsbau 

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Angesichts der Krise im Wohnungsbau stellt DIE LINKE Ratsfraktion zur Haushaltssitzung des Düsseldorfer Stadtrats am 14.12.2023 den Antrag, dass die Stadt für 20 Millionen Euro pro Jahr Grundstücke ankauft. Diese Grundstücke sollen an die Städtische Wohnungsbaugesellschaft übertragen werden, damit sie beliehen und für den kreditfinanzierten Bau günstiger Mietwohnungen genutzt werden können. 

Julia Marmulla, Sprecherin der LINKEN Ratsfraktion Düsseldorf, erklärt wie ihre Fraktion damit den Wohnungsbau ankurbeln will: 

"Für Private lohnt sich der Wohnungsbau im Moment kaum. Wenn die Stadt bezahlbare Wohnungen will, muss sie diese Wohnungen selbst bauen. Dazu braucht die Städtische Wohnungsbaugesellschaft SWD mehr geeignete Grundstücke als die Stadt aktuell noch besitzt. Ratsmehrheiten aus CDU und SPD haben jahrzehntelang das Grundvermögen der Stadt an Spekulanten verscherbelt; jetzt muss es neu aufgebaut werden. Deshalb beantragt DIE LINKE zur Haushaltssitzung des Stadtrats, dass Düsseldorf eine aktive Grundstücksbevorratung betreibt. Zwanzig Millionen Euro zusätzlich pro Jahr sollen für den Ankauf von Wohnungsbaugrundstücken zur Verfügung stehen." 

Marmulla begründet, weshalb die Ankäufe ausschließlich dem städtischen Wohnungsbau dienen sollen: 

"Es ist gut, dass inzwischen selbst die CDU 50 Prozent Sozialwohnungen bei neuen Bauprojekten will, aber das kommt zehn bis zwanzig Jahre zu spät. 18.000 Sozialwohnungen sind der Stadt seit 2005 verlorengegangen, weil CDU und SPD an einer falschen Wohnungspolitik festgehalten haben. 50.000 bezahlbare Wohnungen fehlen insgesamt. Das aufzuholen, ist unmöglich, wenn auch die neu errichteten Wohnungen nach Auslaufen der Mietpreisbindung teuer vermietet werden. Deshalb braucht Düsseldorf städtische Wohnungen, die dauerhaft günstig bleiben."