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Erhalt des Schwimmbads am Flinger Broich

Rat

Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE zur Sitzung des Rates am 20. September 2012:

Der Rat fordert die Verwaltung und die Bädergesellschaft auf, dafür Sorge zu tragen, das Schwimmbad am Flinger Broich langfristig zu erhalten, die dafür erforderlichen Maßnahmen einzuleiten und dem Rat einen entsprechenden Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss kurzfristig vorzulegen.

Bis zur Verabschiedung des angekündigten „Bäderkonzepts 2020“ wird eine Entscheidung zum Ausbau des Rheinbades gemäß der Verwaltungsvorlage zurückgestellt.

Begründung:

Noch im vergangenen Jahr wurde von allen Seiten beteuert, dass das Allwetterbad in Flingern erhalten werden soll und entsprechende Planungen vorgelegt werden. Wie der Presse der letzten Tage zu entnehmen ist, hält die Bädergesellschaft in Person ihres Geschäftsführers das Allwetterbad in Flingern für ein Auslaufmodell. Es besteht die berechtigte Befürchtung, dass das Bad nach dem Jahr 2014 geschlossen werden soll.

Wieweit die Bädergesellschaft und die Verwaltung ihre eigenen Vorgaben ignorieren, ist der jetzt vorgelegten Beschlussvorlage zu entnehmen: Der Aufsichtsrat hat im Februar 2012 die Geschäftsführung der Bädergesellschaft beauftragt, ein grundsätzliches, für die Zukunft tragfähiges Konzept für die Düsseldorfer Bäder den Ratsgremien vorzulegen und hat hierfür einen Arbeitskreis gebildet. Dieser Arbeitskreis soll sich für die Rheinbad-Lösung ausgesprochen haben. Das scheint eine ausreichende Legitimation zu sein, dem Rat diese Lösung zu präsentieren, ohne ein gesamtstädtisches Konzept vorzulegen.

In der jetzt vorliegenden Beschlussvorlage sind die Kosten mit bis zu 16 Mio. Euro netto angegeben. Wie diese Kostenangabe einzuschätzen ist, wird an anderen Projekten deutlich. Es steht zu befürchten, dass mit diesen Kosten argumentiert wird, um eine Sanierung und Erhaltung des Bades am Flinger Broich zu verhindern und damit mittelfristig die Einstellung des Bäderbetriebes an dieser Stelle begründen zu können.
Das Allwetterbad ist aufgrund seiner zentralen Lage für die BewohnerInnen der umliegenden Stadtteile von immenser Bedeutung. Eine Verlagerung des Betriebes in das Rheinbad kann nur ein ungenügender Ersatz sein. Das wird auch deutlich an dem zunehmenden Protest der Bevölkerung.

Freundliche Grüße


Georg Blanchard            Angelika Kraft-Dlangamandla

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