Stand der Aufarbeitung von Rassismus in Düsseldorfer Kultureinrichtungen
Anfrage der Ratsfraktion DIE LINKE. Düsseldorf zur Sitzung des KUA am 23.01.2025 (KUA/032/2025):
Im Jahr 2021 berichtete ein Schauspieler öffentlich über rassistische Diskriminierungen und persönliche Demütigungen, die er während seiner Zeit am Düsseldorfer Schauspielhaus erfahren musste. Seine Schilderungen beinhalteten sowohl strukturelle als auch individuelle Formen des Rassismus, die ein grundlegendes Problem innerhalb der Arbeitskultur und des Umgangs mit Diversität in einer der wichtigsten Kultureinrichtungen der Stadt offenbarten. Die Vorwürfe lösten eine breite gesellschaftliche und mediale Debatte über institutionellen Rassismus im Kulturbereich aus und führten zu einem erheblichen Vertrauensverlust gegenüber der Institution.
Das Düsseldorfer Schauspielhaus hat damals angekündigt, den Vorwürfen umfassend nachzugehen und strukturelle Reformen einzuleiten, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Es wurde unter anderem die Einrichtung von Antidiskriminierungsmaßnahmen und Sensibilisierungstrainings für das Personal thematisiert und eine Diversitäts-Stelle geschaffen. Trotz dieser Ankündigungen ist bislang wenig über den Fortschritt der Aufarbeitung und die tatsächliche Umsetzung der geplanten Maßnahmen bekannt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Maßnahmen das Schauspielhaus und andere Kultureinrichten in Düsseldorf seit 2021 ergriffen haben, um rassistische Vorfälle in Zukunft zu vermeiden und welche Ergebnisse diese brachten.
DIE LINKE Ratsfraktion Düsseldorf fragt an:
1. Welche Maßnahmen zur Aufarbeitung und Prävention von rassistischen Vorfällen und Diskriminierung in städtischen Düsseldorfer Kultureinrichtungen wurden seit 2021 ergriffen und wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung?
2. Gab es seit 2021 weitere rassistische oder diskriminierende Vorfälle in städtischen Düsseldorfer Kultureinrichtungen und wenn ja, welcher Art?
3. Wurde ein Monitoring- oder Evaluationsprozess eingeführt, um die Wirksamkeit der ergriffenen Maßnahmen zu überprüfen, und wenn ja, welche Ergebnisse liegen vor?
Freundliche Grüße
Peter Ulrich Peters Michael Driesch
Antwort der Verwaltung durch die Beigeordnete Koch:
Antwort zu Frage 1:
Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf wurde im November 2023 (KUA/124/2023) über die Entstehung und Struktur des vom Kulturamt auf den Weg gebrachten „Transformationsprozesses Diversität“ sowie das Mission Statement „Diversitätsentwicklung in der Düsseldorfer Kulturlandschaft“ informiert, das von den Institutsleiter*innen der städtischen Kulturinstitute und Beteiligungsgesellschaften erarbeitet wurde. Dieser Prozess ist ein wesentlicher Beitrag zur Prävention von Diskriminierung.
Damit sich die gesellschaftliche Vielfalt auch in den Kulturinstituten und Beteiligungen der Landeshauptstadt Düsseldorf widerspiegelt, hat das Kulturamt das Thema Diversitätsentwicklung seit Anfang 2022 als Schwerpunkt behandelt. Dies geschah sowohl auf der Ebene der Leitungen als auch auf der Ebene der Mitarbeitenden der Bildungs- und Vermittlungsabteilungen der Kulturinstitute und Beteiligungsgesellschaften. Die Ziele im Prozess Diversitätsentwicklung waren:
- Diversitätsentwicklung als Führungsaufgabe begreifen;
- Etablierung von Netzwerken und Allianzen;
- Konkretisierung, Planung, Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Ziele für eine nachhaltige Diversitätsentwicklung;
- nachhaltiger Wissenserwerb und –transfer zum Thema Diversität sowie Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit herausstellen.
Im Zuge dessen wurden das genannte Mission Statement als Leitbild für die städtischen Kulturinstitute und Beteiligungsgesellschaften der Landeshauptstadt Düsseldorf erstellt, erste konkrete Maßnahmen konzipiert und praktisches Wissen für die Vermittlungsarbeit vermittelt. Zur Weiterentwicklung der Maßnahmen hat das Kulturamt beide Ebenen im laufenden „Transformationsprozess Diversität“ zusammengeführt.
Die folgende Darstellung bezieht sich auf Maßnahmen, die über die bereits vom Kulturamt initiierten Prozesse hinausgehen.
Clara-Schumann-Musikschule:
Eine Fortbildung zum Thema Diversität fand im November 2022 statt.
Deutsche Oper am Rhein –Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH:
Die Deutsche Oper am Rhein ist als Mitglied des Deutschen Bühnenvereins Mitunterzeichnerin des Wertebasierten Verhaltenskodex. Darin ist unter anderem geregelt (Ausschnitt): “Wir teilen grundsätzliche gesellschaftliche Werte. Dazu zählen der Schutz der Menschenwürde, die Wahrung persönlicher Integrität und gegenseitigen Respekts, die Anerkennung von gesellschaftlicher Diversität sowie die Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit. Wir tragen die Verantwortung, dass diese Werte in unseren öffentlichen Einrichtungen, insbesondere im Verhältnis zu unseren Mitarbeiter*innen, auch gelebt werden. Als Arbeitgeber*innen stehen wir in der Pflicht, unsere festangestellten und freiberuflichen Mitarbeiter*innen und Arbeitspartner*innen aktiv vor jeder Form von Diskriminierung, sexuellen Übergriffen, Machtmissbrauch, Mobbing und herabwürdigendem Verhalten zu schützen. Wir dulden keine Benachteiligungen aufgrund von nationaler oder ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, politischer Überzeugung, Behinderung, Alter, Familienstand, sexueller Identität oder Orientierung sowie sozialer Herkunft.“
Dieser Verhaltenskodex ist in seiner Gesamtheit im Intranet (deutsch und englisch) für alle Mitarbeitenden zu finden, und wird in der Welcome Mappe verteilt. Er ist in das Leitbild der Deutschen Oper am Rhein aufgenommen worden.
Düsseldorfer Schauspielhaus – Neue Schauspiel GmbH:
Das Düsseldorfer Schauspielhaus hat im Oktober 2023 eine Betriebsvereinbarung zum Schutz der Beschäftigten unterzeichnet, die die Einrichtung einer innerbetrieblichen Beschwerdestelle nach dem AGG (Allgemeines Gleichhandlungsgesetz) festlegt, die im AGG genannten Merkmale der Diskriminierung sowie Machtmissbrauch, sexuelle Belästigung und Mobbing konkretisiert und damit weitreichender ist als das AGG.
Die Beschwerdestelle besteht aus drei Personen und deren Stellvertreter*innen: die Referentin für Diversität, eine Stellvertreter*in, zwei Personen, die von dem Betriebsrat benannt werden und zwei Personen, die von der Geschäftsführung benannt werden.
Weiterhin werden abteilungsorientiert Bedarfe hinsichtlich der Antidiskriminierungsbildung ermittelt. Insbesondere im Bereich des Publikumsservice werden bei jeder Abteilungsversammlung Workshops zu einzelnen Diversitätsdimensionen angeboten.
Zusätzlich finden Workshops zu Themen der sexuellen Belästigung und zu Umgang mit Rassismus statt. Ab Februar ist die Stelle der Inklusionskoordinator*in besetzt, die insbesondere die Zugänglichkeit des Hauses für Menschen mit Behinderung als Arbeitsschwerpunkt haben wird.
Düsseldorfer Symphoniker:
Im Zuge des On-Boardings erhalten neue Mitarbeitende eine Reihe von Informationen/Unterlagen. Dazu gehören im Hinblick auf die hier in Rede stehenden Themen neben den Angaben im Intranet („Schutz vor Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz“) auch eine „Agenda partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz“, die sich das Orchester selbst gegeben hat. Darüber hinaus wurden u.a. die Themen in Kommunikationsworkshops behandelt, die im Rahmen des durch das Land Nordrhein-Westfalen drittmittelfinanzierten Projekts „Ein Orchester der Zukunft“ mit externer Unterstützung in den Jahren 2022 und 2023 mit allen Instrumentengruppen durchgeführt wurden.
Filmmuseum:
Im Rahmen der überregionalen Filmbildungs AG im Kinematheksverbund hat der Bereich Bildung & Vermittlung gemeinsam mit anderen Kolleg*innen aus ganz Deutschland im August 2023 an mehreren Terminen den Online-Workshop TUPOKADEMIE durchgearbeitet und darüber diskutiert. Dabei wurde thematisiert, wie in der Vermittlungsarbeit Rassismus vermieden werden kann und wie Mitarbeiter*innen dem entsprechend geschult werden können. Ziel der Auseinandersetzung war, die eigene Sozialisierung zu begleiten und zu verstehen. Rassismus wird im Rahmen der TU-POKADEMIE dabei nur als eine Diskriminierungsform von vielen wahrgenommen.
Im Rahmen von Fort- und Weiterbildungen haben Mitarbeitende an Workshops zum Thema „Diversität im Alltag“ teilgenommen.
Heinrich-Heine-Institut und Schumann-Haus:
Im Geiste des Humanisten und Kosmopoliten Heinrich Heine werden zahlreiche Lesungen, Vorträgen, Führungen, Workshops, museums- und archivpädagogischen Projekte sowie Ausstellungen angeboten. Damit wird die interkulturelle Verständigung und Vermittlung von Toleranz kontinuierlich gefördert. So fand zuletzt im Jahr 2023 ein Lyrikmarathon („Wort an Wort“) für Solidarität und Toleranz statt, um gleichzeitig ein Zeichen gegen Diskriminierung, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Seit 2015 wird diese Veranstaltung regelmäßig ausgerichtet.
„Diversity Visitings“ im Museum sowie die anstehende diversitätssensible Überarbeitung der Dauerausstellung (2025) sind zu nennen; zudem die Fortführung eines mehrjährigen Prozesses der interkulturellen Öffnung des Hauses, zu dem auch ein interkulturelles Kommunikationstraining im Kollegium vor 2021 gehört. Das Heinrich-Heine-Institut beteiligt sich an Kooperationsprojekten im Rahmen von "Respekt und Mut“ und „Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung“
Im Rahmen der Ausstellung in Zusammenhang mit der Graphic Novel „Lebensfahrt“ (Kooperation mit Gaby von Borstel und Peter Eickmeyer) wurde eine zugehörige Reihe an intergenerativen und interkulturellen Comic-Workshops zum Themenfeld Identität, Heimat, Exil und Toleranz (2023) angeboten. Diese Workshops wurden gefördert durch die Beisheim Stiftung (Projekt „Straße der Romantik und Revolution -Kulturquartier mit Zukunft“). Das Heinrich-Heine-Institut hat ein Aufklärungsprojekt gegen rassistische Kommentare und Fake News in den sozialen Medien unterstützt und dabei falsche Literaturzitate aufgedeckt (Correktiv, 2024). Fortlaufend erfolgt ein Monitoring des Besucher*innen-Gästebuchs und der Social-Media-Kanäle.
KIT- Kunst im Tunnel und Kunsthalle Düsseldorf gGmbH:
Es finden regelmäßige Treffen der internen, im Jahr 2020 gegründeten Arbeitsgruppe Diversität zur Steuerung der Maßnahmen im Bereich der Diversität und Inklusion statt.
Eine interne Antisemitismus-Schulung ist für Februar 2025 geplant. In der Kunsthalle gibt es ein Angebot von Vermittlungsformaten mit Fokus auf post- und dekolonialen Themen (Lesekreise, Führungen). Zudem erfolgte eine Anpassung der Hausordnung, sodass eine Handhabung bei etwaigen diskriminierenden Ereignissen gegeben ist.
Kunstpalast und NRW-Forum Düsseldorf:
Die Mehrzahl der Mitarbeitenden hat 2021 an eintägigen Anti-Rassismus-Workshops teilgenommen.
Kunstkommission:
Die Kunstkommission beschäftigt sich aufgabenbedingt immer wieder mit den Themen Rassismus und Diskriminierung. So werden regelmäßig Wettbewerbe ausgelobt und Projekte realisiert. Beispielhaft ist die Errichtung der Plastik „Ein Ort für die Erinnerung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ in 2021. Eine ausführliche Publikation dazu ist für dieses Jahr geplant. Ferner setzt sich das jährliche Projekt „Lantz’scher Skulpturenpark“ allein schon aufgrund der Ortsauswahl immer wieder mit den Themen auseinander. In 2022 realisierten die Kurator*innen Friederike Fast und Lea Schleiffenbaum ihr Konzept „Terra Incognita – Fragen an die Erde“ mit dem Thema „Park als Ort des Innehaltens und der Regeneration“. Die Bezeichnung „Terra incognita“ löste eine Debatte innerhalb der Kommission aus, inwieweit das Gremium bezüglich Rassismus und Diskriminierung sensibilisiert ist. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, die verschiedene Vorschläge zum sensiblen Umgang erarbeitet hat. In 2023 realisierte die Kuratorin Lynhan Balatbat-Helbock ein audiovisuelles Projekt „on damp earth we wander“ zum Park und dessen kolonialem Erbe.
Mahn- und Gedenkstätte:
Die Prävention von Rassismus und Antisemitismus ist eine der Kernaufgaben des Hauses: In Form von Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen, Workshops, Führungen wird sie fortlaufend realisiert.
Stadtmuseum:
Das Stadtmuseum bietet ein umfangreiches interkulturelles Angebot mit Veranstaltungen/Ausstellungen und pflegt umfangreiche interkulturelle, internationale Kooperationen, unter anderem mit dem „Eine Welt Forum Düsseldorf e.V.“ (Auftaktveranstaltung Eine Welt Tage), „Mosaik e.V.“ (türkisch-deutsches Konzert mit Liedern u.a. auf Hebräisch und Arabisch), „Gesellschaft griechischer Akademiker“, „Weltmusik, Klezmer und Ästhetik Akademie, Integration- und Begegnungszentrum e.V.“, „Internationaler Kultur- und Sportverein der Roma - Carmen e.V.“. Im Programm des Stadtmuseums befinden sich Angebote für geflüchtete Menschen inklusive. Sprachförderung, zudem Projekte zur kritischen Aufarbeitung von Kolonialgeschichte unter anderem mit der Heinrich-Heine-Universität. An dieser Stelle zu nennen ist auch das Projekt „re:trace – Koloniale Spuren im Rheinland“ zur Kontextualisierung von Objekten mit kolonialgeschichtlichem Hintergrund in Ausstellungen. Die Beteiligung an Projekten wie „Respekt und Mut - Düsseldorfer Beiträge zur interkulturellen Verständigung“ geschieht regelmäßig.
Theatermuseum:
Das Theatermuseum bietet diverse diversitätsorientierte Veranstaltungen und Fortbildungen zu entsprechenden Sensibilisierungen an, unter anderem für Fragen von Rassismus und Diskriminierung, bei denen sowohl die Leitung als auch das Team des Hauses involviert sind.
Ein enge, langfristige und nachhaltige Zusammenarbeit mit BIPoC-Künstler*innen (Shapes & Shades, Black German Arts & Culture e.V., Haus der Kulturen) und gemeinsamer Austausch/Reflexion sind Bestandteil der Arbeit des Theatermuseums.
Ein regelmäßiger Austausch mit der Arbeitsgruppe „Neue Kritische Theaterwissenschaft“ zu post- und dekolonialen Fragen im Sammlungskontext gehört auch dazu.
Die bisherige Sammlungsstrategie sowie deren Weiterentwicklung stehen dabei im Fokus.
Tonhalle Düsseldorf gGmbH:
Die Tonhalle Düsseldorf gGmbH hat im Jahr 2024 die Vorgaben des Hinweisgeberschutzgesetzes umgesetzt, eine Meldestelle eingerichtet sowie eine entsprechende Verfahrensordnung definiert.
Antwort zu Frage 2:
Düsseldorfer Schauspielhaus – Neue Schauspiel GmbH:
Seit 2021 wurde eine Beschwerde wegen klassizistischem und rassistischem Verhalten sowie eine Beschwerde wegen Diskriminierung aufgrund des Geschlechts eingelegt. Diese Beschwerden wurden mit allen Beteiligten abschließend aufgearbeitet.
Kunsthalle gGmbH:
In der Kunsthalle gab es einen rassistischen Vorfall in einem Führungsformat, bei dem alltagsrassistische Strukturen durch Teilnehmer*innen wiederholt wurden, sodass einige Gesprächsteilnehmer*innen nicht mehr sicher am Diskurs teilnehmen konnten. Da angenommen werden kann, dass sich derartige strukturelle Ereignisse regelmäßig ereignen, erfolgt eine Diversitätskompetenzabfrage bei in diesem Bereich eingesetzten freien Mitarbeiter*innen.
Kunstpalast und NRW-Forum:
Dem Vorstand und dem Betriebsrat sind bis auf einen Vorfall 2024 keine rassistischen oder diskriminierenden Vorfälle bekannt geworden. Im genannten Vorfall 2024 hat ein Aufsichtsmitarbeiter eine Mitarbeiterin eines anderen Kulturinstitutes mit ausländerfeindlichen Aussagen belästigt und beleidigt. Der Mitarbeiter wurde abgemahnt; wegen eines zusätzlichen Fehlverhaltens wurde das Beschäftigungsverhältnis kurz danach beendet.
SchifffahrtMuseum:
2024 hat sich ein Mitarbeiter eines externen Dienstleisters an der Kasse gegenüber Besucher*innen antisemitisch geäußert. Ihm wurde daraufhin eine Weiterbeschäftigung im Dienst der Landeshauptstadt Düsseldorf sofort untersagt. Sein Arbeitgeber kündigte den Arbeitsvertrag.
Antwort zu Frage 3:
Deutsche Oper am Rhein – Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg gGmbH
Als Anlaufstelle sind der Betriebsrat und eine Mitarbeiterin in der Personalabteilung benannte Stellen.
Düsseldorfer Schauspielhaus – Neue Schauspiel GmbH
Die Fälle von Diskriminierung werden durch die Beschwerdestelle dokumentiert. Neben der Beschwerdestelle evaluiert auch die Referentin für Diversität in Gesprächen mit Mitarbeitenden die Wirksamkeit der Verfahren sowie die Bedarfe und passt die Workshops den genannten Bedarfen an.
Düsseldorfer Symphoniker
Eine Evaluation ist in zwei bis drei Jahren vorgesehen. Sollten in diesem Zeitraum diesbezügliche Vorfälle auftreten, wird jeder einzelne Fall aufgearbeitet werden, um mögliche strukturelle und/oder individuelle Defizite rasch identifizieren und beheben zu können.
Theatermuseum
Die Evaluation erfolgt über den mehrjährigen Reflexionsprozess mit den Partner*innen. Die Mehrjährigkeit des Prozesses garantiert dabei eine Begegnung „auf Augenhöhe“.
Tonhalle Düsseldorf gGmbH
Eine Evaluierung wird nach drei Jahren vorgenommen.
KIT- Kunst im Tunnel und Kunsthalle Düsseldorf gGmbH
Die Evaluation erfolgt bei Bedarf durch die Arbeitsgruppe Diversität.
Kunstkommission
Der Prozess wurde gestartet und verschiedene Optionen zum nachhaltigen Umgang mit den Themen Rassismus und Diskriminierung ausgelotet. Aufgrund des Wechsels der Kommissionsmitglieder ruht das Thema aktuell. In der kommenden Sitzung sollen die neuen Mitglieder für die entsprechende Arbeitsgruppe gewählt werden und die Themenbearbeitung fortgeführt werden.
Kunstpalast und NRW-Forum
Aufgrund der Sensibilisierung der Belegschaft und der gut funktionierenden Verankerung des fünfköpfigen Betriebsrats in der Belegschaft geht der Vorstand davon aus, dass Vorfälle entweder an ihn oder den Betriebsrat gemeldet werden. Weitere Monitoring- oder Evaluationsprozesse wurden nicht eingeführt.
