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Kein Verkauf und Abriss des Atelierhauses in Golzheim

Rat

Anfrage der Fraktion DIE LINKE. zur Ratssitzung am 24.05.2012:

In der Rheinischen Post am 27. April wurde unter der Überschrift „Künstler wollen nicht weichen“ berichtet, dass die Häuser Ecke Uerdinger-/Kaiserswerther Straße in Golzheim von der Stadt an die  Nordrheinische Ärzteversorgung verkauft werden sollen. Die Nordrheinische Ärzteversorgung plant anschließend die Häuser abzureißen, um dort ein Bürogebäude zu errichten.

Der Komplex der abgerissen werden soll, wird jedoch bereits seit den 50er-Jahren als Atelierhaus genutzt. Es haben dort rund 30 KünstlerInnen ihre Ateliers, einige wohnen sogar dort. Der Plan, ihr Atelierhaus abzureißen, trifft die KünstlerInnen völlig unvorbereitet. Die Städtische Wohnungsgesellschaft, die das Objekt für die Stadt verwaltet, bestätigt laut Zeitungsartikel die Übernahmepläne indirekt: „Wir können uns vorstellen, dass die Stadt das Gelände verkauft.“

In Düsseldorf ist seit langem bekannt, dass zu wenig und insbesondere zu wenig bezahlbare Ateliers vorhanden sind. Immer mehr solcher Möglichkeiten verschwinden, wobei ein Ausbau nötig wäre. Anstatt ihrer Aufgabe der Förderung der ansässigen KünstlerInnen durch die Bereitstellung solcher Ateliers nachzukommen, werden diese durch die Stadt zugunsten weiterer Bürokomplexe vertrieben.

Vor diesem Hintergrund stelle ich folgende Anfrage:

  1. Ist es zutreffend, dass die Stadt plant, die Häuser Ecke Uerdinger-/Kaiserswerther Straße zu verkaufen und hat es bereits eine Kontaktaufnahme mit der Ärzteversorgung gegeben?

  2. Ist es zutreffend, dass die Häuser abgerissen und ein Bürogebäude errichtet werden soll?

  3. Wurden die KünstlerInnen über die Planungen informiert und wird die Stadt ihnen qualitativ und finanziell vergleichbare Ersatzateliers zur Verfügung stellen?

Freundliche Grüße


Georg Blanchard


Antwort der Verwaltung durch den Beigeordneten Bonin:

Antworten zu Frage 1, 2 und 3:
Das in der Presse seitens eines möglichen Investors dargestellte Projekt zum Abriss der in der Verwaltung der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf AG (SWD) stehenden städtischen Objekte Kaiserswerther Staße. 237, Uerdinger Str. 42 und 44 haben bis zum heutigen Tag den Status einer Investorenidee nicht überwunden. Konkrete Absichten zum Abriss oder Verkauf der Häuser bestehen seitens der Verwaltung nicht.
Vor diesem Hintergrund sind auch keine Gespräche mit den Mietern geführt worden.

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