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Keine Ehrenbürgerschaft für Paul von Hindenburg

Rat

Antrag der Fraktion DIE LINKE zur Sitzung des Rates am 28.02.2013:

Der Rat der Stadt Düsseldorf beschließt, Paul von Hindenburg die Ehrenbürgerschaft der Stadt Düsseldorf aus dem Jahre 1917 gemäß § 34 Abs. 2 Gemeindeordnung NRW zu entziehen.

Begründung:
Am 30. Januar 1933 ernannte Reichspräsident Hindenburg Hitler zum Reichskanzler, beauftragte ihn mit der Regierungsbildung und löste das Parlament auf. Dieser Tag jährte sich in diesem Jahr zum 80. Mal. Darüber hinaus erließ er eine Reihe von Maßnahmen, die den Weg in die nationalsozialistische und terroristische Diktatur ebneten.

Die Stadt Düsseldorf verlieh Hindenburg anlässlich seines 70. Geburtstages im Jahre 1917 die Ehrenbürgerschaft. Auch zahlreiche andere Städte ernannten Hindenburg neben führenden Politikern der NSDAP trotz fehlenden Ortsbezugs zu ihrem Ehrenbürger. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden diese Ehrungen bereits von einigen großen Städten wieder aberkannt, so u. a. von Gelsenkirchen (1945), München (1946), Dortmund (1980), Köln (1989), Stuttgart (2010) und Duisburg (2013). Als demokratische und weltoffene Stadt sollte auch Düsseldorf die Ehrenbürgerschaft Hindenburgs aberkennen.

Freundliche Grüße


Angelika Kraft-Dlangamandla            Gilbert Yimbou

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