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Kosten der Invictus Games und weitere Planungen

Rat

Persönliche Anfrage des Ratsmitglieds Julia Marmulla zur Sitzung des Rates am 09.11.2023 (RAT/392/2023):

Die „Invictus Games“ sind eine Sportveranstaltung für im Krieg verletzte Soldaten und Soldatinnen. Vom 9.-16.September fanden die sogenannten „Invictus Games“ in Düsseldorf statt. Angeblich haben 140.000 Menschen die Spiele besucht, darunter 14.000 Schulkinder. Das Militär-Spektakel wurde gemeinsam von der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Bundeswehr organisiert - im Auftrag des Bundes-Verteidigungsministeriums. Es war die erste Veranstaltung, die im Rahmen einer Kooperation einer militärischen Organisation und einer Stadt ausgetragen wurde. Von vielen wurde der militaristische Charakter dieser „Spiele“ kritisiert. Weiter wurde kritisiert, dass es um Werbung für das Militär und die gesellschaftliche Akzeptanz ging. So möchte OB Keller den Diskurs zwischen Soldaten und der Zivilgesellschaft fördern.

Mit der Zunahme an Auslandseinsätzen der Bundeswehr, werden zukünftig auch vermehrt Tote und Verletzte dieser Kriegshandlungen in den eigenen Reihen das Ergebnis sein.

Der Name "Invictus" ist das lateinische Wort für „unbesiegt“. Die Besiegten kommen in der Darstellung aber gar nicht vor. 90% aller Getöteten und Verletzten in Kriegen und kriegerischen Auseinandersetzungen sind Zivilist:innen.

Sportliche Wettbewerbe sollten Frieden und Verständigung fördern. Die „Invictus Games“ instrumentalisieren aber die Kriegsverletzten zur Kriegsverharmlosung, wie es Kritiker:innen benannten.

Zum Schluss des Militär-Spektakels verkündete OB Keller, dass es zukünftig jährliche Invictus-Veranstaltungen in Düsseldorf geben soll, die von der Stadttochter D.Live organisiert werden sollen.Seite 2

Ich frage an:

1. Wie hoch waren die Ausgaben der Stadt Düsseldorf und ihrer Stadttöchter für die sogenannten „Invictus Games“? (Bitte eine Aufstellung der Kostenpunkte )

2. Wie viele Unterrichtsstunden für wie viele Düsseldorfer Schulkinder sind ausgefallen, da sie zu den sogenannten „Invictus Games“ gebracht wurden?

3. Welche Pläne mit wie hohen Ausgaben gibt es für die angekündigten weiteren Veranstaltungen im Sinne der sogenannten „Invictus Germany“?

Mit freundlichen Grüßen
Julia Marmulla

 

Antwort der Verwaltung durch die Kämmerin Schneider:

Antwort der D.LIVE GmbH & Co. KG (D.LIVE) zu Frage 1:
Die Invictus Games 2023 sind durch das Bundesministerium der Verteidigung finanziert.
Für die Stadt Düsseldorf sind keine Kosten angefallen.

Antwort des Amtes für Schule und Bildung zu Frage 2:
Der Verwaltung liegen keine Informationen über den Umfang von möglichern Unterrichtsausfall für Düsseldorfer Schulkinder aus Anlass der Invictus Games vor. Unabhängig davon kann der gemeinschaftliche Besuch einer Klasse/ eines Kurses/ einer ganzen Schule einer Veranstaltung jeglicher Art (z. B. Theater, Museum, Sport) zum außerschulischen Unterrichtsangebot gehören und wird dann auch statistisch von den Schulen nicht als Unterrichtsausfall gewertet.
Antwort der D.LIVE zu Frage 2:
Das Bundesverteidigungsministerium als Veranstalter der Invictus Games hat Schulen bzw. Schulklassen national angeboten die Spiele zu besuchen. Mehr als 14.000 Schüler*innen sind dem gefolgt. Der Besuch der Spiele ist als Teil des Unterrichtes zu sehen. Insofern ist kein Unterricht ausgefallen.

Antwort der D.LIVE zu Frage 3:
Die Veranstaltung "Invictus Germany" wird über private Sponsoren finanziert. Es sind keine Ausgaben aus öÖffentlichen Mitteln geplant.

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