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Lehrkräfteausbildung ausbauen und Arbeitsbedingungen verbessern

Rat

Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 21.03.2024 (RAT/099/2024):

Der Rat fordert die Landesregierung Nordrhein-Westfalens auf, mit verstärkten Bemühungen um Neueinstellungen dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken. Tragfähige Lösungen zur nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte sind zu entwickeln und Einschränkungen der voraussetzungslosen Teilzeit aus dem Handlungskonzept Unterrichtsversorgung zurückzunehmen.

Begründung:
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) NRW hat eine Umfrage zur Überlastung der Beschäftigten an nordrhein-westfälischen Schulen vorgestellt, die im Zeitraum vom 16.10. bis zum 30.11.2023 durchgeführt wurde und an welcher sich mehr als 24.000 Lehrende beteiligt haben.

Laut dieser Umfrage ist der Großteil der Lehrenden an der Belastungsgrenze oder darüber hinaus. So geben die Befragten auf einer Skala von 0 bis 10 den Grad ihrer Überlastung im Durchschnitt mit 8,21 an. 92 % der Beteiligten ordnen den Grad ihrer Überlastung mit 7 oder mehr ein.

Die Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW NRW, Ayla Çelik, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Die Ergebnisse bestätigen, dass der eklatante Lehrkräftemangel für die Kolleg*innen vor Ort eine immense Belastung bedeutet. Die Beschäftigten sind am Limit, immer mehr Arbeit muss von wenigen geschultert werden und die Arbeitsquantität geht zulasten der Qualität. So können Sie ihrer Bildungs- und Erziehungsarbeit nicht gerecht werden. Diese Situation belastet und demoralisiert. Politische Maßnahmenpakete wie etwa das Handlungskonzept Unterrichtsversorgung mit der Einschränkung von voraussetzungsloser Teilzeit verschärfen diese Belastungssituation zusätzlich.“

Laut Angaben des Schulministeriums NRW haben rund 930 Lehrkräfte ihr Dienstverhältnis gekündigt. Immer mehr Lehrkräfte verlassen den Job, weil die Belastung so hoch ist, dass sie ihren Beruf nicht mehr als sinnstiftend erleben.

Der aktuelle Trend muss durchbrochen werden und die Forderungen derjenigen, die mdas Bildungssystem am Laufen halten, müssen umgesetzt werden. Laut der GEW-Umfrage sehen die meisten Beschäftigten als geeignete Maßnahmen zur Entlastung weniger Verwaltungsaufgaben, mehr Personal und kleinere Klassen.

Es kann nicht sein, dass der seit Jahren anhaltende dramatische Lehrkräftemangel auf Kosten der Lehrkräfte und letztlich auf Kosten der Kinder, Jugendlichen und Eltern geht.

Mit freundlichen Grüßen
Sigrid Lehmann              Helmut Born

 

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

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