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Mehr Gendergerechtigkeit durch Einführung eines Frauenbandpreises „City Beats“

Ratsfraktion

Haushaltsantrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 19.12.2019:

Der Rat der Stadt beschließt eine gezielte Förderung von Frauen und Mädchen im Bereich Rock-/Popmusik. Dafür wird der Nachwuchswettbewerbspreis City-Beats um einen Frauenbandpreis erweitert.  Die vorhandenen Haushaltsmittel werden erhöht und die dafür notwendigen Mittel eingestellt.

Begründung:
Seit 2011 fördert die Stadt Düsseldorf  talentierte MusikerInnen und Bands im Rock- /Popbereich. Durch diesen Preis sollen über einen Zeitraum von einem Jahr talentierte MusikerInnen und Bands professionalisiert werden. Die Maßnahmen werden den individuellen Bedürfnissen der Bands angepasst. 10.000,- € stehen dafür zur Verfügung sowie 2.500,- € für die Betreuung der Bands.

Mit dem Förderpreis zur Bandprofessionalisierung wurden seit 2011 zehn Bands gefördert. Bis auf zwei Sängerinnen waren alle geförderten Interpreten männlich.  Die Förderung zur Bandprofessionalisierung ging zu 96,3 Prozent an Männer (53 Musiker) und zu 3,6 Prozent an Frauen (2 Musikerinnen).  Da von der Jury seit 2011 keine Regelung erarbeitet wurde, Frauen gleichwertig an der Bandförderung teilhaben zu lassen, soll für die Jahre 2020 Folgende die Haushaltsstelle erhöht werden.

In Deutschland wurde 2015 der Verband „Musik Industry Women“ (VUT) ins Leben gerufen, weil auch in Deutschland die Frauen in der Musikwirtschaft eklatant unterrepräsentiert sind.

Nur 7,4 Prozent der mehr als tausend Musikunternehmen in Deutschland werden von Frauen geführt. Der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie besteht aus fünf Männern. Die GEMA hat mit dem Bayrischen Rundfunk  zwischen 2001 und 2016 Daten analysiert, welche Lieder die meisten Gewinne einfuhren. Davon hatten 9248 männliche Interpreten und 1191 weiblich Interpretinnen. Das Gender Gap spiegelt sich auch durchgehend bei Festivals, Preisverleihungen, Charts wieder. 

Eine weltweite Statistik über das Geschlechterverhältnis in der Rock-/Popmusik wird jedes Jahr von dem Verband Women in Music erstellt. Nur 12 Prozent der Songwriter und 22 Prozent aller Liedperformer der 600 bekanntesten Lieder in den Jahren 2012 bis 2017 waren Frauen. 

Mit freundlichen Grüßen 
 

Angelika Kraft-Dlangamandla                    Lutz Pfundner                                      

 

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