Offensive für den Radverkehr: Radverkehrsetat von 10 Euro pro EinwohnerIn
Haushaltsantrag der Fraktion DIE LINKE.Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 19.12.2019:
Für den Haushalt 2020 und folgende wird der Ansatz für den Ausbau des Hauptradwegenetzes und des Bezirksradwegenetzes auf 4 Millionen Euro erhöht, der Ansatz für ihre Unterhaltung auf 2,5 Millionen Euro.
Begründung:
Laut den Ergebnissen der Studie von Greenpeace „Radfahrende schützen – Klimaschutz stärken“ investieren deutsche Großstädte zu wenig in den Ausbau des Radverkehrs. Düsseldorf investiert laut Haushaltsansatz 2020 nur 5,48 Euro je EinwohnerIn in den Radverkehr. Andere europäische Großstädte investieren ein Mehrfaches: Kopenhagen wendet 35,60 Euro pro EinwohnerIn und Jahr für den Radverkehr auf, Oslo 70 Euro und Utrecht 132 Euro.
Dabei muss Düsseldorf dringend den Anteil des Radverkehrs am „modal split“ erhöhen, damit die Verkehrs- und die Abgasbelastung sinken. Die Einrichtung von Umweltspuren kann nicht ausgleichen, dass der Ausbau der Radwege, insbesondere von baulich geschützten Radwegen, nicht schleppend vorangeht.
DIE LINKE beantragt deshalb, dass der Stadtrat ab dem Haushalt 2020 pro EinwohnerIn Düsseldorfs 10 Euro in den Haushalt einstellt, um den Radwegeausbau und -unterhalt entschieden voranzutreiben. Bei der Streckenplanung sind die Anregungen des ADFC zu berücksichtigen.
Mit freundlichen Grüßen
Angelika Kraft-Dlangamandla Lutz Pfundner
