Zum Hauptinhalt springen

Sanierung von Kulturgebäuden: Kunsthalle

Rat

Anfrage des Ratsmitglieds Sigrid Lehmann zur Sitzung des Rates am 11.02.2026 (RAT/049/2026):

Mit dieser Anfrage möchte ich die Gründe für die Verschiebung der Sanierung der Kunsthalle erfragen. Die Kunsthalle wurde in der Liste „Sanierungsbedarf an Kulturgebäuden“ (Stand 28.01.2025) auf Rang 2 (nach der Deutschen Oper am Rhein auf Rang 1) priorisiert.

Die starke und dringliche Sanierungsbedürftigkeit der Kunsthalle ist hinlänglich bekannt. Trotzdem wurde die 2022 beschlossene Sanierung im Jahr 2024 auf 2026 verschoben und nun erneut; auf 2029.

In ihrer Mitteilung1 dazu an die Presse nennt die Stadtverwaltung neben „wachsende[n] Bedarfe[n] an dem denkmalgeschützten Gebäude“ das Ziel der Abstimmung mit den Bauvorhaben zur Umgestaltung von Grabbeplatz und Mühlenstraße. Vor diesem Hintergrund suchen wir eine Erklärung für das Vorgehen der Verwaltung.

Ich frage an:

1. Wann wurden welche Mängel am Gebäude entdeckt, die einen Aufschub der Sanierung der Kunsthalle notwendig machen?

2. Wann wurden welche Abstimmungsbedarfe mit anderen Bauvorhaben deutlich, die einen Aufschub der Sanierung der Kunsthalle notwendig machen?

3. Weshalb wurden die verschiedenen Nutzer:innen der Kunsthalle sowie der Rat und seine Gremien nicht frühzeitig nach Bekanntwerden der weiteren Mängel und Abstimmungsbedarfe konsultiert?

Freundliche Grüße
Sigrid Lehmann

1 https://www.duesseldorf.de/medienportal/pressedienst-einzelansicht/pld/gesamtsanierung-der-kunsthalle-duesseldorf-ab-2029-integration-in-umfassendes-massnahmenpaket-fuer-den-grabbeplatz

 

Antwort der Verwaltung durch die Beigeordnete Koch:

Antwort zu Frage 1:
Der bauliche Zustand des Gebäudes ist nicht der entscheidende Grund für die Verschiebung der Gesamtsanierung der Kunsthalle. Die Projekte im Umfeld des Grabbeplatzes stehen in einem engen funktionalen und baulichen Zusammenhang mit der Kunsthalle. Im Rahmen der Weiterentwicklungen und -planungen aller Projekte wurde deutlich, dass diese Abhängigkeiten wesentlich tiefgreifender sind, als zu Beginn der Planungen absehbar war. Darüber hinaus sind auch nachträglich angemeldete Baumaßnahmen der Netzgesellschaft Düsseldorf zum Ausbau der Fernwärmeleitungen sinnvoll in die Zeitabläufe der Projekte auf und um den Grabbeplatz einzutakten. Ziel ist es, die einzelnen Vorhaben zeitlich, technisch und wirtschaftlich aufeinander abzustimmen und Synergien zu nutzen.

Antwort zu Frage 2:
Mehrere Abstimmungsgespräche bezüglich der verschiedenen Bauvorhaben am Grabbeplatz haben seit Juli 2025 stattgefunden. Die Bauvorhaben, die sich alle in einem zentralen Bereich der Altstadt abspielen, sollen möglichst sinnvoll aufeinander abgestimmt und stadtverträglich umgesetzt werden.

Antwort zu Frage 3:
Die zuständigen Stellen der Landeshauptstadt Düsseldorf befinden sich fortwährend im Austausch mit der Leitung der Kunsthalle, anderen Nutzer*innen des Gebäudes und Vertreter*innen der Politik über die Projektgruppe Sanierung Kulturgebäude
 

Zurück zum Kopf der Seite